25. November 2020

Die besten Trainingsgeräte für dein Homegym

Gleich zu Beginn möchte ich dir einen kleinen Überblick geben, welche Kleingeräte ich in meinen Trainingsvideos verwende und worauf es bei den einzelnen Geräten ankommt.

Eigentlich reicht unser eigenes Körpergewicht vollkommen aus, um perfekt zu trainieren. Dennoch setze ich in meinen Trainingsvideos für dich gerne auf den Einsatz von Kleingeräten, um das Workout abwechslungsreicher zu gestalten. Wichtig ist dabei aber immer, dass es ein Funktionelles Training bleibt. Das heißt, dass im Grunde genommen immer der ganze Körper trainiert oder zumindest mehrere Muskelketten gleichzeitig gefordert werden. So baust du nicht nur Muskeln auf, die schön aussehen, sondern vor allem solche, die uns im Alltag helfen, uns Fitter machen und zum Beispiel Rückenprobleme verhindern.

Bestimmt hast du schon einmal an den typischen Geräten in einem Fitnessstudio trainiert, bei denen du ganz bequem auf einem Stuhl sitzt und gezielt einzelne Muskeln isoliert beanspruchst. Doch wann sitzen wir im Alltag schon gemütlich herum und müssen beispielsweise mit unseren Beinen einen schweren Gegenstand nach oben drücken? Das zeigt schon, nicht jede Fitnessübung, muss auch sinnvoll sein, nur weil sie von Millionen Menschen täglich trainiert wird.

Funktionalität und Trainingsnutzen als oberste Priorität

Bleiben wir beim Beispiel Beintraining: Wir brauchen unsere Beinkraft in erster Linie, um aus der Hocke oder vom Stuhl aufzustehen, Treppen zu steigen, zum Laufen oder Berggehen. Doch dafür nützen uns starke Oberschenkelmuskeln allein wenig. Vielmehr muss der gesamte Muskelapparat inklusive Po, Bauch, Rücken mitarbeiten. Nicht jeder für sich, sondern alle gemeinsam in einer Kettenreaktion. Wir brauchen aber auch eine gewisse Beweglichkeit, Koordination und Stabilität. Und genau dieses Zusammenspiel zwischen Nerven, Muskelketten und einzelnen Muskeln trainieren wir mit Funktionellem Training. Und nicht dadurch, dass wir gemütlich sitzen und die Beine strecken und beugen.

Geräte, die Funktionelles Taining unterstützen

Gut, du brauchst also keine großen Maschinen um effektiv zu trainieren. Im Gegenteil: es gibt viele Kleingeräte, mit denen du effektiver trainieren kannst, als in jedem Fitnesstudio. Sie sind klein, praktisch überall hin mitnehmbar und vielseitig einsetzbar. Doch: sie brauchen eine gewisse Anleitung, weil man beim “Freien Training” (im Gegensatz zu geführtem Training mit Maschinen) auch Fehler machen kann. Aber dafür bin ich ja da…

KURZHANTELN

Das wohl älteste Trainingsgerät. Nicht nur für Bodybuilder sind Kurzhanteln optimal, sondern auch für alle, die ihren Körper straffen, die Rumpfmuskulatur stärken und ihre Fitness steigern wollen. Beim Beintraining sorgen Hanteln für das nötige Zusatzgewicht zum Körpergewicht und beim Armtraining liefern sie die Alternativen zu Liegestütz und Dipps.

Worauf kommt es an: Wenn du dir Kurzhanteln zulegst, nimm am besten welche, bei denen du das Gewicht ändern kannst. Denn deine Arme sind beispielsweise eventuell weniger stark als deine Beine. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Hanzelscheiben einen möglichst kleinen Radius haben und gerade Kanten haben (also nicht komplett Rund sind). So kannst du sie auch für Stützübungen nutzen und rollst nicht gleich davon…


KETTLEBELL

Sie kommen ebenfalls schon seit vielen Jahrzehnten im Funktionellen Training zum Einsatz. Das besondere an den Kugeln mit Griff ist ihre Schwungmasse. Damit lassen sich vor allem Bewegungsabläufe und die Koordination optimal trainieren.

Worauf kommt es an: Es lohnt sich, sich 2 – 3 veschiedene Gewichte zuzulegen. Ähnlich wie bei Hanteln gibt es auch hier Muskeln, die mehr und andere, die weniger Gewicht schaffen. Außerdem bevorzuge ich Kettlebells aus Gusseisen, da Kettlebells aus Plastik mit Sand gefüllt werden und die Gefahr besteht, dass dieser ausläuft.


SLINGTRAINER / TRX

Auf deutsch “Schlingentrainer”. Mit diesem Trainingsgerät lassen sich einfach Übungen viel schwerer machen und schwierige Übungen leichter gestalten. Wenn du noch nie damit trainiert hast, wirst du von der Vielseitigkeit des Slingtrainers beeindruckt sein.

Wichtig: Der Slingtrainer braucht einen stabilen Fixierpunkt. Du kannst entweder einen Haken an einer Betondecke montieren, ihn MIthilfe einer Schlinge an einen Balken oder Ast befestigen oder mittels Anker in eine Tür einklemmen.

Worauf kommt es an: Die Preisspanne bei Slingtrainern ist enorm. Aber es braucht nicht unbedingt ein Markenprodukt. Wichtig ist, dass die Arm/Handschlaufen mit Schaumstoff ummantelt sind, damit die Griffe nicht zu hart sind, wenn das gesamte Gewicht darauf lastet.  Schau außerdem darauf, dass sowohl eine Bandschlinge als auch ein Anker mitgeliefert wird, sodass du den Slingtrainer überall einsetzen kannst.


WIDERSTANDSBÄNDER

Werden vielfach im Rehabereich eingesetzt. Es gibt Bänder, die nur ganz wenig Widerstand leisten (meist Therabänder) und andere, die so stark sind, dass du dein gesamtes Körpergewicht benötigst, um sie zu dehnen. Außerdem gibt es große/lange Bänder und ganz kleine/kurze, sogenannte Minibands. In meinen Trainings kommen vor allem zwei Varianten zum einsatz (siehe Bild), die dich ganz schön fordern werden und weit weg von Seniorentraining sind.

Worauf kommt es an: Widerstandsbänder zählen zu den günstigen und gleichzeitg kleinsten Trainingsgeräten. Am besten legst du dir einen Vorrat in unterschiedlichen Stärken zu. Minibands und Therabänder reißen mit der Zeit, sodass es gut ist, wenn du schnell Ersatz parat hast. Dicke Widerstandsbänder halten ewig.


FASZIENROLLE / BLACKROLL

Das Gerät, das jeder zu Hause hat und niemand verwendet. Die meisten kennen die Faszienrolle als schmerzhaftes Tool zur Muskelentspannung. Aber sie eignet sich auch hervorragend zum Training der Rumpfmuskulatur, Stabilität und Koordination. Lass dich überraschen…

Worauf kommt es an: Faszienrollen gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Ausführungen. Ich empfehle eine ganz normale, glatte Schaumstoffrolle, da diese für alle Übungen am besten geeignet ist. Noppen und Vibrationen sind vielleicht bei der Massage interessant, aber eher nicht fürs Training geeignet.


GYMNASTIKBALL /  PEZZIBALL

Das wohl unscheinbarste Trainingsgerät. Doch glaub mir, damit lassen sich nicht nur Entspannungsübungen machen, sondern ein sehr anspruchsvolles Training gestalten (denke nur an die Übungen der Skifahrer).

Worauf kommt es an: Vielleicht nimmst du nicht gerade das günstigste Modell, aber es braucht auch kein Hightech-Modell. Entscheidend ist die Größe des Balls. Ich schlage eine mittlere Dimension vor (65 cm).

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